09.01.2026 TF-20
Mir ist neulich eine TF-20 zugeflogen, natürlich defekt. Fritz hat mir dafür schon die Bootdiskette zugesand, funktioniert natürlich nicht. Nach bisherigen Ermittlungen will das A-Laufwerk nicht, wird angesprochen kommt aber nicht zum Ende.
Hierzu muss man natürlich wissen, die TF-20 ist ein vollständiger CP/M-Rechner mit Z80 CPU und 64kByte RAM, nur leider ohne Konsolenschnittstelle. Beim Einschalten erwartet er im Laufwerk A eine Boot-Diskette, entweder wie ursprünlich vorgesehen für den HX-20 und säpter für den PX-8/4.
Erstmal die Diskettenlaufwerke ausgebaut (Epson TD-F200A DS, DD, 2x40Tr.) und an den Prof angeschlossen, haben glücklicherweise den Standard Shugart 34pol BUS. Köpfe werden nur unter lautem Protest bewegt, die Linearmotoren kleben an der Führungsstange. Im 1.Laufwerk wird der Kopf nicht bewegt,Ansteuerung defekt. Das zweite konnte zur Mitarbeit überzeugt werden und erstmal eine Diskette formartiert, mangels geeignetem Epson Format auf IBM-PC DS,DD, 40Track ausgewichen, einige Dateien kopiert/gelesen – es gibt aber einige BDOS-Fehler „Diskette nicht bereit“. Für die weitere Untersuchung benötige ich erst einmal ein zuverlässiges 40Track Laufwerk – Fritz hat da was als Leihgabe liegen.
12.01.2026 Fehleranalyse die 2.
Zur weiteren Fehlereingrenzung habe ich mir das TF-20 Board näher angesehen. Mit dem Oszi zeigen die /CS Signale vom EPROM/FDC eine Aktivität – schon schlimmes befürchtet. Der Logic Analyzer brachte glücklicherweise etwas mehr Details ans Licht.
Am /CS-ROM sieht man den Zugriff sehr deutlich, zunächst wird das Ladeprogramm angesprochen welches dann das Minisystem ins RAM ab [0F800h] kopiert. Auch der FDC wird später auf seinen beiden Adressen angesprochen [x5h und xDh]. Also erstmal alles im grünen Bereich – EPROM und FDC scheinen zu laufen.
Bei der Gelegenheit das EPROM kopiert und Disassembliert, hier sieht man den „Bootloader“ und die rund 800Byte vom Minisystem. Im Gegensatz zum Logic Analyzer werden dort andere IO-Adressen angesprochen. Im Assemblercode sind 6 Adressen enthalten [f3,f8,fb als Output] und [f6,fa,fb als input], vier hiervon für den SIO Baustein und zwei für den FDC. Der Unterschied für den FDC liegt wohl an dem vorgeschaltetem Multiplexer für A0 und A1, denn der optionale 8255 benötigt vier Adressen – hier müsste die Portselectierung nochmal näher untersucht werden.
hier das EPROM als ZIP-Datei: TF-20-EPROM



