Computer - Prof180x (Conitec) 10.2020...
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(C)2021 Werner Römer

er hat den Weg zu mir in meiner Werkstatt gefunden. Vielen Dank an Fritz für das schöne Teil. Damit ist meine "Historische Sammlung" wieder auf dem Stand von 1988:

- Moppel in diversen Versionen
- Epson PX-8
- und nun ein Prof180x

Er lief beim Fritz einwandfrei, bis der V24Stecker falsch herum gesteckt wurde, eigentlich nur ein Kurzschluß zwischen +12V und -12V, hatte die Tantal-Kondensatoren und den V24-Treiber gehimmelt. Wollte nach dem Wechsel der betroffenen Bauteile aber nicht mehr mitspielen.

War ja schon seit längerem auf der Suche nach dieser Platine - halt Nostalgie ohne Nennwert.

Ganz ungeduldig die Platine, wie damals, schrittweise in Betrieb genommen, die ersten Blinkzeichen waren sehr vielversprechend, Taktsignale waren OK. Also den Rest bestücken, V24-Kabel gestrickt - und es geschah nichts, falsche Baudrate ? nein - es roch ein wenig nach Strom, schnell ausgeschaltet aber der V24-Sender war schon mehr als warm ???

Adapterkabel zum V24-Stecker überprüft nichts gefunden, erstmal das Sendesignal direkt an der CPU abgenommen. Der Oszi zeige plausieble Signale, eine provisorische V24 auf dem Steckbrett aufgebaut nur zum Senden. Mit dem Terminal verbunden, ein wenig mit der Baudrate experimentiert und bei 19200Bd kam die erhoffte Monitormeldung - Uff, geschafft. Das ganze auf der Karte mit neuen Treiber IC's bestückt - und er läuft ohne Rauchzeichen, alles normal.
Monitorversion 4.5 S
CP/M 3.0 unter Monitorversion 1.4
So ein fliegender Aufbau birgt ein hohes Risiko für Kurzschlüsse und sonstige Probleme, also muss noch ein passendes Gehäuse her, natürlich 19" und Platz für zwei 5 1/4" sowie ein 3,5" Laufwerk. EC-Bus Platine mit 6 Steckplätzen ist noch vorhanden.

Ein schönes Heim (08.11.2020)
In der Bucht fündig geworden, war mal was anderes drinnen. Schalter und Sicherungshalter konnten bleiben, ein alten X-Shuttle spendete das Netzteil und die Einschübe für die Diskettenlaufwerke waren auch noch vorhanden. Bedingt durch die zahlreichen "Umformungen" sieht die Fronplatte des 5 1/4" Einschubes nicht mehr so schön aus, hier bedarf es noch etwas Nacharbeit. Auch eine Frontplatte für die beiden V24-Stecker sowie den Parallel-Port und ggf. für ein mögliches 8" Laufwerk müssen noch geschnitzt werden. Da meine Fräse kein Alu fräsen kann, greife ich hier wohl auf den Service von Schaeffer zurück - nicht ganz billig - soll ja schön werden.
einsatzfähig...

damit die Uhr richtig tickt fehlte noch die entsprechende Stromversorgung, wieder in Form einer LIPO-Ladeschaltung mit Akku. So können nun die Systemparameter gesichert werden. Mit den Diskettenlaufwerken gab es noch ein paar Ungereimtheiten, eigentlich nur das physikalische Laufwerk 1 (sprich B:). Disketten konnten dort weder formatiert, beschrieben noch gelöscht werden. Beide 5 1/4" sind identisch (TEAC FD-55FV-13), also Plätze getauscht - kein Erfolg. Muss irgendwie am Monitor liegen - leider derzeit keine bessere Erklärung hierzu.

Das macht aber nichts, denn im Monitor-Setup gibt es ja die Möglichkeit das Boot-Laufwerk umzuswitchen, nun ist halt das physikalische Laufwerk 1 das Bootlaufwerk. Denn davon lesen ging immer einwandfrei. Durch den eigentlichen Fehler sind dann die dort gelagerten Programm sicher vor versehentliches löschen.
Ist also kein Bug sondern ein Feather ;-)
Software unter CP/M 2 und 3 läuft nun erstmal - richtig gut - wie Anno 86.

Im Formatierprogramm BBF fehlen noch die MC-Formate, damit auch der Datenaustausch zum ct180 möglich wird.

Für die fehlenden Frontplatten muss ich die Laubsäge leider wieder hervorholen, denn bei Scheaffer gibt es eine Mindestmenge von drei identischen Frontplatten - das wird mir dann doch zu etwas teuer - schade.
Fehler gefunden... (12.11.2020)
meine Annahme mit BIOS-Fehler - kompletter Unsinn. Es war ganz einfach, Laufwerkstecker nicht ordentlich gepresst. Jetzt klappt alles wunderbar.
viele Fehler liegen ganz einfach vor der Tastatur zwischen den Ohren !
Ein schönes Heim - final (22.11.2020)
Wollte ja eigentlich die Frontplatte bei Schaeffer bestellen, da gibt es aber eine Mindestbestellmenge - benötige keine drei identischen und der Preis sprengt den gesetzten Rahmen. Erster Versuch mit der Laubsäge, wird nicht so schön und das Layout passt nicht zur CPU-Platine, diese ist bis zum Rand voll bestückt so beißen sich die Stecker mit dem Pfostenfeldsteckern der 8" Schnittstellen.

Für die Fräse ordentliche Fräser besorgt und siehe da, es funktioniert!. Keine verschmierten Fräser, ordentliches Fräsbild, mit 200mm/min Schnittgeschwindigkeit kein Renner aber deutlich einfacher und genauer als selbst geschnitzt. Layout angepasst und durch die Fräse geschoben - macht Mut. Also den verunstalteten Floppy-Einschub eine neue Maske verpasst, hier sitzen dann Einschalter nebst Kontrollleuchte und Reset-Taste auch noch die Drucker- und PEPS-Schnittstelle.
Da der Prof180 alles wichtige auf eine Karte setzt bleiben noch 4 frei Plätze, einer ist für die CF-Karte reserviert (sobald sie Einsatzfähig ist), In der Bastelkiste liegt noch eine TERM-1, die auf Wiederbelebung wartet - der Winter hat ja gerade erst begonnen - schauen wir mal...
CF-Karte (21.03.2021)
Den ct180 habe ich an Alfred weitergereicht, er hat die besseren Nerven für die finale Inbetriebnahme und ich mehr Zeit für den Prof180x. Die ersten Test der CF-Karte sind bereits erfolgreich abgeschlossen - mit dem IDE-TOOL von Alfred sieht alles schön aus. Die Einbindung ins CP/M3 ging mit dem Treiber von Alfred ratz fatz, jetzt stehen 32MB Platz zur Verfügung.

Die größte Herausforderung ist nun Übersicht zu behalten. Fritz hat aber schon versucht mir das ZCPR3 System schmackhaft zu machen, es bedarf aber erst eine gewisse Eingewöhnungszeit ...

Neben meiner gehäkelten Platine gibt es im Netz auch ein fertiges Layout für den MC-Computer. Testhalber sie beim "Platinenbelichter" fertigen lassen, hier zeigen sich aber die Schwächen einer PDF-Datei. Im Bereich der Durchkontaktierungen ist Ober- und Unterseite nicht ganz deckungsgleich und der Abstand ist etwas zu klein, sowie im Bereich der 40-pol Steckverbindung sind zu kleine Lötpads gewählt, so passen die Standardstecker nicht. Glücklicherweise gibt es ja gedrehte "Präzisionsfassungen" und dazugehörige Schneidklemmstecker. Die Durchkontaktierungen sind mit Drahtstückchen realisiert und der restliche Aufbau in SMD ist in der Bauteilgröße kein Problem.

Die Fertigung vom "Platinenbelichter" ist absolut perfekt und mit rund 20€ im Rahmen. In Fernost natürlich deutlich billiger, hier kommen aber 30€ Versandt und dann nochmals 19% Einfuhrzoll obendrauf, das lohnt nur bei großen Stückzahlen.
Die Inbetriebnahme hatte aber ein paar Stolpersteine parat:

1. Adressierung:
Mit dem HD64180 sollte das M1-Signal bei IO-Zugriffen einbezogen werden (High-Pegel), war hier nicht vorgesehen da die Karte ja im Z80-Umfeld spielt. Am 74xx688 war noch ein Eingang frei, etwas Häkeldraht und das Problem ist gelöst.

2. CF-Karte wird nicht erkannt:
Da im Schaltbild die Zuordnung Port-A und B nicht nachvollziehbar war, bin ich von meiner selbsgebastelten ausgegangen und erstmal alle Verbindungen durchgeklingelt. Erste Irritation, die Datenleitungen sind zum Buffer etwas verwürfelt aber vom Buffer zur PIO wieder gerade gerückt - zur Layout Vereinfachung. Soweit erstmal gut, nur leider funktioniert`s nicht - CF-Karte wird nicht angesprochen.

Ein paar kleine Programmzeilen für die Datenausgabe im Monitor eingegeben und mit dem Oszi überprüft, alles wunderbar - Daten liegen an den Ausgängen an.

Da standen ein paar Fragezeichen über meinem Kopf - den Moppel-4 hervorgeholt und die Ports A u. B miteinander verbunden, kleines Progrämmchen nimmt die Daten entgegen und zeigt sie über die LED`s entsprechend an.
Sah zuerst (Bild 3) nach einer Vertauschung der beiden Ports A und B aus - Trugschluss! Beide Kanäle bilden ja den 16Bit-Adressbus für die Karte und sind dem entsprechend hintereinander geschaltet.
Port A entspricht D0-D7 (Low-Byte) und Port B D8-15 (High-Byte).

Nach dem ich das 40pol-Kabel auf''s Sollmaß eingekürzt hatte lief die Karte schon mal etwas holprig mit, da mir nichts besseres einfiel die PIO getauscht (NEC D8255 AC-2) und Erfolg - Karte läuft. Schwere Geburt, hoffe mal das das auch von Dauer ist.

Da sag noch mal einer was gegen die Häkeltechnik, obwohl dort viele Signalleitungen parallel verlaufen habe ich so ein zickiges Verhalten noch nicht erlebt, mein Prototyp ist das beste Beispiel dafür.

Feuer frei zum Dauertest:
A>show [drive

        A: Drive Characteristics
    6,160: 128 Byte Record Capacity
      770: Kilobyte Drive  Capacity
      128: 32 Byte  Directory Entries
      128: Checked  Directory Entries
      128: Records / Directory Entry
       16: Records / Block
       80: Sectors / Track
        3: Reserved  Tracks
      512: Bytes / Physical Record
 
G>show [drive

        G: Drive Characteristics
  262,144: 128 Byte Record Capacity
   32,768: Kilobyte Drive  Capacity
    4,095: 32 Byte  Directory Entries
    4,096: Checked  Directory Entries
      512: Records / Directory Entry
       64: Records / Block
    1,024: Sectors / Track
       66: Reserved  Tracks
      512: Bytes / Physical Record
Als DXF-Datei ...
Die Frontplatte hat 3HE und 4TE, mit dem Frontplattendesigner von Schaeffer geht das recht flott, Teilfrontplatte in gewünschter Größe auswählen, Systembohrungen hinzufügen und als DXF speichern. Ausschnitt und Bohrungen lassen sich dann einfacher mit einem CAD-Programm einfügen. Wieder als DXF speichern und im CAM-Programm alles für die Fräse vorbereiten - das Ergebnis kann sich wohl sehen lassen.

Damit ist das CF-Projekt erstmal abgeschlossen - wenn sie denn den Dauertest besteht.

Schauen wir mal ...