Computer - c't180 01.06.2019 ...
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(C)2020 Werner Römer

Seit einiger Zeit liegen zwei CPU-Karten von Fritz in meiner Bastelkiste, beding durch Corona ist derzeit viel Zeit für solche Basteldinge. Es war mal ein Bauvorschlag aus der c't 2 1986. mit der damals neuen Hitachi CPU HD64180 eine deutlich verbesserte Z80 Variante. 512Kbyte RAM, MMU und zwei V24 Schnittstellen.

Hatte ja mal sowas ähnliches von Conitec - Prof180x, der hatte sogar noch einen Floppy-Controler on Board, klasse Teil, könnte mich heute noch kneifen dass ich den abgegeben habe …

Warum Robert Kress damals einen Spannungswandler für die -12V vorgesehen hatte, erschließt sich mir nicht, da damals alle Netzteile -12V zur Verfügung stellten. Um den Spannungswandler waren drei Tantal Elkos verbaut, die neigen nach längerer Zeit schon mal zu Kurzschlüssen, entfernt und +12V/-12V vom BUS direkt zum V24 Treiber geführt. Quarz mit 12,288Mhz verbaut, 64kByte RAM gesteckt und mit den Testroutinen der Monitorversion 1.1 die Grundfunktionen gecheckt.

Der Anschluss für die V24 gestaltet sich etwas schwierig, hier hatte der Entwickler sehr wenig Raum um die Pfostenleiste gelassen, der Pressstecker geht nur ohne Kappe mühselig drauf. wird im 19" Rahmen nochmals eine Herausforderung werden.

RAM auf 512kByte aufgerüstet und läuft immer noch. Da ich von dieser Monitorversion nur ein Papierlisting besitze habe ich zum RDK-Monitor 4.53 gewechselt, hierzu sind alle Quellen vorhanden. War aber für 18Mhz assembliert - was tun. 18Mhz eingebaut, damit läuft meine CPU-Karte aber nicht, also zurück zu 12Mhz.

Fritz war so nett und hat mir die Quellen auf 12,288 Mhz neu assembliert hätte ich zwar theoretisch auch mit dem Moppel durchführen können - aber Lichtjahre später …

Damit ist die erste Karte soweit funktionstüchtig.
2.CPU-Karte:
Das scheint eine Vorserienplatine zu sein, gleiche Versionsnummer aber ohne Bestückungsdruck. Blieb erstmal sehr stumm, PIO wurde nicht angesprochen, CPU lief sofort auf den Haltbefehl, kein Wunder - Pull-Up Widerstände hatten kein +5V Potenzial. Dann Adresse 4 und /IRQREQ am 138er vertauscht - geht immer noch nicht. Adresse 4 und 1 hatte noch einen Kurzschluss gegen Masse, Tantal defekt, siehe oben.

Nun funktionierten schon mal die Selbstests, aber eine Monitormeldung blieb trotzdem aus. Weitere Analysen zeigten im Speicherselectbereich  rund um IC15 (74LS139) einige Ungereimtheiten. Auch hier waren einige Leiterbahnen falsch beschaltet - mit Fädeldraht gerichtet - klappt aber trotzdem nicht.

Also sind hier nochmals alle Verbindungen "durchzuklingeln" und ggf. den Logikanalyser um Rat fragen.

Erstmal Pause mit dieser Krücke ...
Weitere Pläne:
CPU-Karte ohne Massenspeicher nutzt nichts, es soll ja irgendwie CP/M drauf laufen.

Am einfachsten wäre natürlich eine FLO2-Karte vom NDR-Computer, denn hierzu ist der Monitor 4.53 ja entsprechend ausgestattet - sowas gibt es aber nicht mehr zu kaufen und selberhäkeln wird allein bei der Beschaffung des WD1797 und dem 9229 schon recht schwierig.

Vom Moppel habe ich noch zwei funktionstüchtige Floppy-Karten, müsste nur der IO-Bereich angepasst werden oder doch gleich eine CF/SD-Karte anstricken.

schauen wir mal ...